Kann Kirche auch cool? – Glauben ist alles

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Und wie ist es mit der Religion?Fazit und GesamtbewertungEinsatzmöglichkeiten und Material

Filmkritik:

Wie wird die Kirche wieder cool? Diese Frage stellen sich nur viele Theologen heute, sondern sie ist auch (zumindest teilweise) eine Fragestellung im Film Glaube ist alles von 2001.

Photo by Derek Story on Unsplash

Brian Finn (Edward Norten) und Jake Schramm (Ben Stiller) sind beste Freunde. Das besondere Brian ist katholischer Christ und Jake ist Jude. Und: Beide lieben ihre jeweilige Religion. Sie erklären sie sich gegenseitig und beide entscheiden sich als Geistliche in ihrer jeweiligen Religion zu arbeiten. Dabei sind die beiden sehr experimentierfreudig und versuchen ihrer jeweiligen Religion einen neuen „Anstrich“ zu verpassen. Mit Quiz im Gottesdienst und Gospelchor in der Synagoge machen die beiden schnell auf sich aufmerksam. Kirche und Synagoge sind voll und die beiden sind die coolen Jungs in ihrem Viertel in New York. 

Das Glück gerät in Gefahr als Anna Riley (Jenna Elfman) nach New York kommt. Sie kennt Brian und Jake aus gemeinsamen Kindheitstagen. Nun ist sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau und will die beiden auf diesem Wege endlich einmal wiedersehen. Gleichzeitig steht Jake vor einer Beförderung, bei der es allerdings ein Hindernis gibt: Er braucht eine Frau. Folglich werde ihm nun einige Avancen von verschiedenen Frauen aus der Gemeinde gemacht und der gute Jake muss durch ein furchtbares Date nach dem anderen. Anna und Brian unterstützen ihn moralisch, bis eines Tages Jake und Anna selbst im Bett landen. Um die Freundschaft zu Brian nicht zu gefährden, halten beide die Beziehung erstmal geheim. Das Problem: Auch Brian hat mittlerweile Gefühle für Anna entwickelt und ringt nun mit sich und dem Zölibat, wie er nun mit der Situation umgehen soll. 

Die Beziehung zwischen Anna und Jake schreitet immer weiter voran. Allerdings kommen Jake mehr und mehr Zweifel. Wird die Gemeinde eine Nicht-Jüdin als Frau akzeptieren? Nach einem heftigen Streit trennen sich die beiden. Zu allem Überfluss rettet sich Anna daraufhin zu Brian, der die Situation nicht zu deuten weiss. Nachdem er versucht Anna zu küssen, kommt die ganze Geschichte ans Licht und es sieht nicht so aus, dass sich die drei noch einmal versöhnen können. Doch noch ist der Film nicht zu Ende….

Und wie ist das mit der Religion?

Vor allem der Anfang des Films ist voll von religiösen Motiven. Beide versuche einander ihre Religion zu erklären. Und es ist durchaus spannend, wie beide versuchen ihre jeweiligen Gottesdienste aufzupeppen. Die Darstellung ist in dieser Hinsicht in Ordnung, wenn auch nicht sonderlich vielseitig. Je länger der Film geht, desto mehr tritt die Religion in den Hintergrund und die Liebesgeschichte zwischen Anna und Jake wird mehr in den Raum gestellt. Wer also ein Augenmerk auf die Religion legen will, der kann auch nur den ersten Teil schauen.

Fazit und Gesamtbewertung:

Der Film ist in jedem Fall ein positives Beispiel dafür wie Religion in einem Film dargestellt werden kann. Die Geschichte ist gut erzählt, die Darstellung ansprechend und man hat am Ende auch gelacht. Die Story ist allerdings nicht wahnsinnig ausgefeilt und vieles vorhersehbar. Am Ende kommt der Film trotz manch guter Ansätze über „solide“ nicht hinaus.

Gesamtbewertung: 5/10 Punkten

(Leider steht aus urheberrechtlichen Gründen kein Trailer zur Verfügung)

Einsatzmöglichkeiten und Material

Religionsunterricht/Konfirmandenarbeit:

Gerade der Anfang lohnt sich, um darüber zu sprechen, welche Vorstellungen/Wünsche etc. bezüglich der Gottesdienste bestehehn. Würden die Konfis häufiger kommen, wenn ein Gospelchor auftreten würde? Stellen sich die SuS den Gottesdienst als langweilige Veranstaltung vor? Warum? Wer kennt überhaupt seine Pastorin/ seinen Pastor. Hier gäbe es sicher einige spannende Ansätze. Einziger Nachteil: Der Film ist recht alt und man sieht es ihm auch ein bisschen an.

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