Jojo Rabbit – „Es ist keine gute Zeit ein Nazi zu sein!“

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Und wie ist es mit der Religion?Fazit und GesamtbewertungEinsatzmöglichkeiten und Material

Kann man Witze über Hitler machen? Diese Frage muss man sich unweigerlich stellen, wenn man mit Jojo Rabbit konfrontiert ist. Der Film des Regisseurs Taika Waititi (u.a.: Thor – Tag der Entscheidung) wirkt zumindest vom Trailer wie eine Komödie über Hitler. Und eine schräge obendrein.

Die Geschichte spielt in einem nicht näher definierten deutschen Ort, in dem der kleine Jojo (eigentlich Johannes Betzler, gespielt von Roman Griffin Davis) gemeinsam mit seiner Mutter (Scarlett Johansson) lebt. Die Schwester – so stellt sich später heraus – ist gestorben, der Vater ist (angeblich) an der Front. Jojo hat zwei beste Freunde, einmal Yorki (Archie Yates), ein etwas pummeliger Junge, der in Jojos Alter ist und Hitler himself (Taiga Waititi), den sich Jojo vorstellt und mit dem er seine Probleme diskutiert.

Der Film beginnt damit, dass Jojo sich auf den Weg zum HJ-Wochenende macht. Wild „Heil Hitler“ rufend zieht er durch die Straßen. Leider wird er durch seinen Enthusiasmus auf dem Wochenende von einer Übungsgranate getroffen und ist folglich nicht mehr für die HJ tauglich. In der Folge arbeitet er beim örtlichen General (Sam Rockwell) und führt für diesen allerlei kleinere Arbeiten aus.

Durch einen Zufall entdeckt Jojo eines Tages, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie) auf dem Dach versteckt. Durch seine Ideologie gelenkt hat er zunächst furchtbare Angst, doch dann hat er eine Idee. Er will ein Buch über die jüdische Rasse schreiben und von dem Mädchen entsprechende Insider- Informationen bekommen. Mit der Zeit freunden sich die beiden an und Jojo beginnt seine eigene Ideologie zu hinterfragen.

Der Film bewegt sich immer wieder zwischen den Extremen. Zwischendurch ist er gelungen komisch, dann wieder sehr nachdenklich und traurig. Man sollte sich dabei vom Trailer nicht täuschen lassen, ganz so platt ist der Humor längst nicht immer. Die Mischung stimmt in jedem Fall und macht aus Jojo Rabbit einen durchaus sehenswerten Film.

Und wie ist es mit der Religion?

Man könnte sich durchaus fragen, warum dieser Film hier in diesem Blog auftaucht. Denn religiöse Elemente spielen eigentlich keine Rolle. Dennoch ist eine Beschäftigung mit dem Film im religiösen Kontext sinnvoll, gerade weil er auf fast überzogene Art und Weise die Vorurteile gegenüber einer Religion darstellt. Auf diese Weise eignet sich der Film gut, um über die eigenen Vorurteile etc. ins Gespräch zu kommen. Und wer sich mit der NS Zeit auseinandersetzen will, kann diesen Film durchaus gut nutzen.

Fazit und Gesamtwertung

Jojo Rabbit ist ein guter Film und war nicht umsonst Oscarnominiert. Man darf den Film nicht vorschnell als platte Komödie abtun, dann kann der Film sein Potenzial durchaus zeigen.

Gesamtbewertung: 8/10

Jojo Rabbit läuft seit dem 23.01.2020 im Kino.

Trailer zu Jo-Jo Rabbit

Einsatzmöglichkeiten und Material:

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